Wieviel Klimaschutz steckt eigentlich im neuen Chemnitzer Doppelhaushalt 2021/2022?

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Der Schutz des Klimas gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Weil der Schutz unserer Umwelt zwar global gedacht aber lokal gemacht werden muss, kommt den Städten und Gemeinden dabei eine herausragende Rolle zu, denn dort wird Klimaschutz gelebte Realität.

Dies gilt besonders für die Stadt Chemnitz. In einer der dichtesten Ballungsräume Deutschlands mit Strahlkraft in eine Industrieregion, die vom Fahrzeug-, Maschienenbau und Metallverarbeitung lebt und in der etwa 750.000 Menschen zu Hause sind.

Die Haushaltspolitik des Oberzentrums Chemnitz ist darum entscheidend für die zukunftsfähige Entwicklung einer ganzen Region. Es lohnt sich darum eine vertiefte Betrachtung der Haushaltsbeschlüsse im Bereich Klima- und Umweltschutz.

Die Basis für den Haushaltsentwurf in diesem Bereich bilden zahlreiche Beschlüsse des Stadtrates für mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz.

Da wären zum Beispiel:

  1. Klimaauswirkungen in Beschlussvorlagen
  2. Förderung für Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte
  3. Waldschutz ist Klimaschutz
  4. Kommunalwald Chemnitz im Klimawandel: Waldfunktion erhalten
  5. Nutzung von regenerativen Energien im Hochbau sowie in städtischen Betrieben
  6. Wasserstoffstrategie für Chemnitz
  7. Ausweisung von Potentialflächen für Windenergie in Chemnitz
  8. Weiterentwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes
  9. Wassersensible Stadtentwicklung: Schwammstadt Chemnitz

Der Doppelhaushalt 2021/2022 muss sich also an diesen Beschlüssen messen lassen. Und das kann er auch!

Aber nun im Einzelnen:

Öffentlicher Personennahverkehr

Zur Leistungserweiterungen und Tarifanpassungen bei Bus & Bahn steht im Jahr 2021 eine Summe von 14,4 Mio. Euro zur Verfügung. Diese steigt im Jahr 2022 auf 19,5 Mio. Euro. Damit steht ein Rekordetat für die Verbesserung des Chemnitzer ÖPNV zur Verfügung.

Investitionen in nachhaltiges Bauen

In den nächsten beiden Jahren steigen die Investitionen in nachhaltigen Kita- und Schulhausbau, sowie in Sportstättenbau auf insgesamt 104 Mio. Euro. Durch den seit 2018 verpflichtenden Einsatz von regenerativen Energien leisten diese Investitionen einen wichtigen Beitrag für kommunalen Klimaschutz.

Grünflächen regulieren das Stadtklima

Ein hoher Anteil an Stadtgrün und unversiegelten Flächen trägt entscheidend zur Verbesserung das Stadtklimas bei. Für ökologischen Stadtumbau, öffentliche Plätze und Kulturstätten stehen im Doppelhaushalt 43,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Radschnellweg für mehr Klimaschutz

Neben dem weiteren Ausbau des städtischen Radwegenetzes entsteht in Chemnitz auf einem ehemaligen Bahndamm ein erster Radschnellweg, kommend von Wüstenbrand über den Ortsteil Grüna bis in den Chemnitzer Küchwald. Dafür stehen in den nächsten beiden Jahren über 3 Mio. Euro zur Verfügung.

Waldschutz und Waldumbau

Trockene und heiße Sommer, Borkenkäferbefall und Unwetterereignisse haben dem Chemnitzer Stadtwald in den letzten Jahren stark zugesetzt. Um die Klimaschutz-, aber auch die wichtige Erholungsfunktion des Stadtwaldes zu erhalten, wurden die Mittel für mehr städtische Forstarbeiter, Waldumbau und Pflege um insgesamt 420.000 Euro erhöht.

Teiche sind wichtig für biologische Vielfalt und Klima

Die über 150 Teiche im Chemnitzer Stadtgebiet sind nicht nur beliebte Erholungs- und Anziehungsorte für viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer. Sie spielen auch eine wichtige Rolle im städtischen Wasserkreislauf und tragen damit zum Klimaschutz und zur biologischen Vielfalt bei. Chemnitz führt darum erstmalig ein eigenes Teichsanierungsprogramm ein. In den Jahren 2021 und 2022 stehen dafür insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung.

Fassadenbegrünung: Das Biotop on top

Begrünte Fassaden und Dächer bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere mitten in Chemnitz. Mit einem kommunalen Förderprogramm sollen ab 2021 Eigentümer bei der Verbesserung des Stadtklimas mit insgesamt 74.000 Euro unterstützt werden.

European-Energy-Award-Zertifizierung in Gold

Mit der EEA-Zertifizierung in Gold spielt Chemnitz weiter in der 1. Liga der Klimaschutzkommunen mit. Diese Zertifizierung für Klimaschutzkommunen wird leider oft als Beiwerk abgetan – völlig zu Unrecht, wie ich finde. Dieses wichtige Qualitätssicherungssystem bildet die Grundlage für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Klimaanpassungsmaßnahmen in Chemnitz. Im Übrigen auch bei der Berechnung eines CO²-Restbudgets als wichtigen Frühindikator für mehr Klimaschutz.

Mein Fazit:

Mit diesen ausgewählten Maßnahmen stehen im Chemnitzer Doppelhaushalt 184,7 Mio. Euro für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zur Verfügung. Trotz der enormen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie setzt der Doppelhaushalt damit einen klaren Schwerpunkt beim Klimaschutz. So wie kein anderer Haushalt vor ihm.

Dies ist auch dringend notwendig! Denn die Corona-Pandemie führt uns allen vor Augen wie verletzlich unsere Erde geworden ist. Das Klima zu schützen, die natürlichen Lebensgrundlagen für unsere Kinder zu sichern und darum in nachhaltige Stadtentwicklung zu investieren sind eine der wichtigsten Lehren aus der Corona-Krise.

Verkehrsentlastung auf der Kippe? SPD-Fraktion steht zum Weiterbau des Südrings

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Der Südring in Richtung Osten bringt eine entscheidende Entlastung vom Transitverkehr. Die SPD-Fraktion kritisiert Forderungen der GRÜNEN nach Stopp des Südring-Weiterbaus.

Während AnwohnerInnen in Adelsberg, im Lutherviertel oder am Sonnenberg mit LKW-Verkehr in den innerstädtischen Straßen oder mit PKW-Verkehr auf der Suche nach Schleichwegen klarkommen müssen, stellt ein Mitgliederbeschluss der Chemnitzer GRÜNEN den Weiterbau des Südrings plötzlich in Frage.

Für die SPD-Fraktion droht diese Diskussion ein Vorhaben aufs Spiel zu setzen, für das der Bund die Finanzierung stellt und dessen Planfeststellung weit fortgeschritten ist.

„Wenn man ein Auge für die gesamtstädtische Entwicklung hat, ist dieser grüne Wohlfühlvorschlag regelrecht verantwortungslos. Wegen warmer Worte eines Mitgliederbeschlusses der GRÜNEN wird der LKW-Verkehr keinen Bogen um Chemnitz machen“, warnt der Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Detlef Müller.

Eine wesentliche Entlastung brächte die Verlagerung auf die Schiene. Detlef Müller verweist hier auf deutliche Fortschritte, wie die Erweiterungen des Railports zwischen Südbahnhof und Smart System Campus zeigt. Wichtig ist ihm aber auch: „Wir brauchen Lösungen für die Gegenwart und die kommenden Jahrzehnte. Und da wird sich der LKW-Transitverkehr in und aus Richtung Tschechischer Republik nicht einfach auflösen. Das müsste doch selbst aus der grünen Traumwelt heraus zu erkennen sein.“

Auch für Jörg Vieweg, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, steht fest: „Unsere Fraktion stellt den Neubau weiterer Straßen bestimmt nicht an vorderste Stelle, aber es braucht gerade für die Entlastung vom Durchgangsverkehr diese zentrale Stellschraube wie den Südring in Richtung Osten.“

Die SPD-Fraktion wird daher weiter auf die Lösung für eine Verkehrsentlastung ganzer Stadtgebiete und ihrer BewohnerInnen drängen. Bundesfinanzierung und Planungsfortschritt sind klare Argumente für den Weiterbau in Richtung Osten

Anders stellt sich die Situation am Westende des Südrings dar, wo es den Lückenschluss bis zur A72 an der Kalkstraße nicht braucht. Aber auch dort sind AnwohnerInnen in Schönau vom Durchgangsverkehr belastet. „Für den kurzen Abschnitt zwischen Neefestraße und Zwickauer Straße müssen wir endlich eine Lösung finden – entweder wir bekommen diesen Lückenschluss hin oder sind so ehrlich und konsequent und machen die Zufahrt ins Wohngebiet von Seiten des Südrings dicht.“, mahnt Detlef Müller eine annehmbare Lösung für die AnwohnerInnen an.

Unternehmen und Selbstständige nach Corona: Jetzt die richtigen Weichen stellen.

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Jörg Vieweg ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD-Sachsen. Aufgabe der AGS-Sachsen ist es, innerhalb der SPD für die Interessen der Kleinen und Mittelständischen Unternehmen die notwendige Aufmerksamkeit zu erreichen.

Die Coronakrise hat Sachsen fest im Griff. Händler, Gastronomen, Kulturschaffende und viele andere Unternehmerinnen und Unternehmer befinden sich im Ungewissen und wüssten gern, wie es weiter geht. Zum jetzigen Zeitpunkt einen genauen Zeitplan vorzugeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zwar kann man mittels verschiedenster Vergleichsdaten aus den vergangenen Jahren versuchen, den Zeitraum für die meisten Lockerungen einzuengen und seine Hoffnungen grob auf einen Bereich Ende März legen, aber ein fest planbares Datum kann niemand benennen.

Sicher ist aber, dass die Weichenstellungen der kommenden Monate die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens nachhaltig prägen werden.

Dafür Bewusstsein zu generieren, ist für die politische Arbeit mindestens genauso wichtig wie die jetzt notwendigen Planarbeiten.

Wir müssen uns jetzt vorbereiten!

Da wäre zum einen die Situation in der Gastronomie, die normalerweise in den Monaten Oktober-Dezember einen finanziellen Puffer anlegen kann, um die Flautezeit im Januar-März zu überbrücken. Dieser Puffer fehlt dieses Jahr, was wiederum dazu führt, dass aktuell ganz viele Wirtinnen und Wirte an der Grenze zur Insolvenz wandern bzw. diese bereits durchlaufen. Click & Collect ist für die meisten Gastronomen keine Option, da der Wareneinsatz, die Haltbarkeit der Lebensmittel, die instabile Bestellsituation und Mindermengenzuschläge im Einkauf kaum ein profitables Arbeiten ermöglichen, solange die Türen zu sind.

Hier ist eine Komplettöffnung der einzige Weg und dieser sollte direkt in der ersten Lockerungsphase beschritten werden. Es reicht nicht aus, auf die Inzidenzwerte zu schauen – wir müssen auch anerkennen, mit welchem Aufwand sich die Gastronomie vor Ort im eigenen Unternehmen engagiert, um Hygieneregeln einzuhalten.

Aber auch die Kulturschaffenden befinden sich in einer Sondersituation, denn wenn der Lockdown beendet wird, stehen 4-6 Monate vor der Tür, in welchen sich die Veranstaltungen quasi Schulter an Schulter durch die Städte drängeln werden. Das führt zwangsläufig dazu, dass sie sich gegenseitig die Besucher wegnehmen und dadurch in eine Anschlusskrise schlittern. Um diese abzumildern bzw. auszugleichen, sollten Kommunen jetzt ihre Sommer, Herbst- und Wintersaison vorausschauend planen. Großevents, Bürger- und Straßenfeste sind dabei genauso zu berücksichtigen wie Kleinkunst, freie Kulturszene und Nachwuchskünstler. Dabei sind kreative Ideen gefragt: Wie wäre es beispielsweise mit der Vergabe von Kulturgutscheinen – ähnlich den Bildungsgutscheinen. Dies könnte den „Kulturkonsum“ stärken und gleichzeitig Menschen an kulturelle Veranstaltungen heranführen, die sonst weniger in den Genuss kommen würden.

Der Einzelhandel hat in den letzten Wochen viel an die Onlinekonzerne verloren. Alle werden sie den Sommer über schwer kämpfen, um die ausgefallenen Umsätze zu regenerieren, und damit steigt das Risiko eines Preiskampfes, der im Zusammenspiel mit den fehlenden Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft große Teile des mittelständigen Handels in eine existentielle Krise bringen könnte. Ein Ansatz, dem entgegen zu wirken, könnte – in einem ersten Schritt – die Zulassung von Click&Collect-Konzepten sein. Darüber hinaus sollten Fördermittel für den Aufbau von Online-Strukturen für Kleinhändler vergeben werden, denn es ist unwahrscheinlich, dass die Kunden ihr neues Kaufverhalten vollständig aufgeben werden.

Die kommenden Monate werden daher zum Fenster der Möglichkeiten: Weiter wie bisher oder Wandel und Erneuerung.

Die wichtigste Aufgabe der Sächsischen Landesregierung in diesem Jahr ist darum die Bewältigung und Aufarbeitung der Folgen der Coronakrise. Sie ist mit aller Kraft anzugehen, damit den Betroffenen in allen Bereichen der sächsischen Wirtschaft, in Handel, Handwerk, Gastronomie, Kultur oder Fertigung, die Möglichkeit eröffnet wird, ihre erfolgreiche Arbeit wieder aufzunehmen.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Sanierung der Walter-Klippel-Straße beginnt mit Wermutstropfen

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Foto: Sven Gleisberg
+++Chemnitzer Morgepost/TAG24 berichten: SPD-Stadtrats stinkt´s: Arger um Chemnitzer Klärgruben erreicht das Rathaus
+++ Chemnitzer Morgenpost/TAG24 berichtet: Kein Anschluss an die Kanalisation: Stadtverwaltung Chemnitz in Erklärungsnot+++
+++ Chemnitzer Freie Presse berichtet:Nach langem Kampf beginnt Ausbau der Walter-Klippel-Straße 04022021+++

Die Anwohnerinnen und Anwohner an der Walter-Klippel-Straße in Adelsberg kommen Schritt für Schritt einer spürbaren Entlastung näher.

Ab dem 15. Februar beginnen die Baumaßnahmen zwischen Augustusburger Straße und Eubaer Straße, bei denen die Straße und die unterirdische Infrastruktur grundhaft erneuert und auch der lange vermisste Gehweg ergänzt wird.

Möglich wurden die Bauarbeiten vor allem dadurch, dass mehrere Tiefbauarbeiten wie Regenwasserkanal, Gas- und Trinkwasserleitungen koordiniert werden konnten.

Von Beginn an habe ich mich für dieses Vorhaben eingesetzt. Was für Viele nur ein Baustellenschild oder gar eine lästige Umleitung ist, sieht er als Ergebnis eines hartnäckigen Engagements und somit als Grund zur Freude.

Vor vier Jahren habe ich die Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen und begleitet vom Tiefbauamt in kleinen Schritten Erfolge erzielt und damit Perspektiven eröffnen können. Wichtige Schritte waren dabei die Entlastungen durch eine Einbahnstraßenregelung, Busschleuse und eingestellte Haushaltsmittel.

Ein Wermutstropfen bleibt dennoch, denn einige Anwohner entsorgen ihr Schmutzwasser nach wie vor über sehr teure eigene Kleinkläranlagen. Der Städtische Entsorgungsbetrieb (ESC) war bisher nicht bereit die dringende Schmutzwasserleitung bei der anstehenden Straßensanierung mit zu verlegen. Ich werde hier nicht locker lassen und das Gespräch mit den Verantwortlichen führen.

Die entscheidende Entlastung für die Siedlung an der Walter-Klippel-Straße steht ebenfalls noch bevor: Wir brauchen den Weiterbau des Südrings in Richtung Dresdner Straße und B169, damit sich der Durchgangsverkehr nicht mehr durch die Siedlungen von Walter-Klippel-Straße und Weißer Weg durchschlängelt.

Der Beginn der Maßnahme, die als Bundesstraße durch den Bund umgesetzt werden soll, hatte sich zuletzt verzögert.

Dieser Bau darf nicht aus den Augen verloren werden, denn er entlastet nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner in Adelsberg und am Beutenberg, sondern wird wesentliche Verkehrsströme aus dem Chemnitzer Stadtgebiet ableiten.

Einsatz hat sich gelohnt – sicherer Fußweg zur Scheffelstraße

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mit Anwohnerin Helga Meiner am neuen Geländer

Im Juni erreichten mich Anfragen von Anwohnern in der Carl-Bobach-Straße. Diese wünschten sich mehr Sicherheit am steilen Fußweg in Richtung Ärztehaus. So war die Idee eines Geländers geboren – doch wie dies umsetzen?

Auf meine Anregung hin inspizierte das Chemnitzer Tiefbauamt den Weg, und bereits Ende September wurde das neue Geländer installiert.

Grund für Anwohnerin Helga Meiner und mich, Danke zu sagen!

Haben auch Sie Anregungen für unser Wohngebiet, sprechen Sie mich an – ich kümmere mich darum!

Happy-End für Spielplatz in Kappel

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Mit Katharina Keller lasse ich mir einen ersten Eindruck der neuen Spielgeräte geben. (Foto: Judith Haufe)

Seit Jahren kämpfe ich mit der Bürgerplattform „Bürgernetzwerk Chemnitz-Süd“ um den Erhalt des Spielplatzes an der Straße-Usti-nad-Labem im Chemnitzer Stadtteil Kappel. So konnten wir im Jahr 2016 der geplante Abriss in letzter Minute verhindert werden.

Da der Stadtteil Kappel in den letzten Jahren für Familien mit Kindern immer attraktiver geworden ist, war uns der Erhalt und die Aufwertung dieser Spiel- und Freizeitanlagen besonders wichtig.

Nach dem mit Hilfe des Stadtrates für den Spielplatz zusätzliche Gelder in den Haushalt der Stadt Chemnitz eingestellt werden konnten und in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendhaus „UK“ ein Gestaltungsvorschlag erarbeitet wurde, entbrannte 2018 neuer Streit um die Verwendung der zusätzlichen Haushaltsgelder. Die Stadtverwaltung ließ entgegen dem Stadtratsbeschluss statt neuer Spielgeräte einen neuen Zaun errichten. Weitere Arbeiten auf dem Spielplatz fanden nicht statt.

Nach meiner erneuten Intervention gemeinsam mit dem Bürgernetzwerkes und im Schulterschluss mit vielen Eltern des Stadtteiles wird der Spielplatz nun endlich erneuert und neue Spielgeräte aufgestellt.

Dafür hat das Bürgernetzwerk im letzten Jahr nochmal tief in die Tasche gegriffen und insgesamt 22.000 Euro für die Anschaffung eines Großspielgerätes zur Verfügung gestellt.

Für uns war das ein großer Kraftakt. Es ist der Solidarität aller Vereine, Initiativen und Bürger im Netzwerk zu verdanken, dass diese hohe Summe aufgewendet werden konnte. Letztlich hat sich unsere Hartnäckigkeit aber ausgezahlt. Dieser tolle Spielplatz für die Kinder im Wohngebiet bleibt erhalten. Bürgerwille wurde umgesetzt.

Mit der Aufstellung des neuen Großspielgeräte, einer Kletter- und Rutsch-Kombination am Mittwoch den 20.Mai, hat das jahrelange Ringen nun ein Happy End.

Umdenken beim Umgang mit dem Chemnitzer Stadtwald.

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Eine andere Herangehensweise an Bewirtschaftung und Pflege des Chemnitzer Stadtwalds fordere ich in einem gemeinsamer Beschlussantrag mit Bündnis 90/Die Grünen.

„Trockene und heiße heiße Sommer, Borkenkäferbefall und Unwetterereignisse haben uns die Verletzungen unseres städtischen Walds vor Augen geführt. Aus unserer Sicht sollte dessen Funktion als Klimaanlage der Stadt und als Erholungsort mehr in den Vordergrund rücken.“

Der Antrag fordert die Stadtverwaltung, Chemnitzerinnnen und Chemnitzer umfassender über die Entwicklung der Wälder und des Baumbestandes generell zu informieren und zugleich die forstwirtschaftliche Nutzung auf den Prüfstand zu stellen.

Wir wollen damit ein Nachsteuern für eine nachhaltigere Bewirtschaftung erreichen, bei der auf Holzeinschlag weitestgehend verzichtet werden kann.“

Für die nötige Regenerierung des Waldes, ein Umdenken zu dessen Bedeutung und eine bessere Einbeziehung der Chemnitzerinnen und Chemnitzer werden die antragstellenden Fraktionen in der morgigen Stadtratssitzung werben.

Corona-Krise: Mittelstandsvereinigung der SPD Sachsen fordert Nachbesserungen bei den Soforthilfen.

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Auswertung der Umfrage hier downloaden

+++Die Leipziger Internetzeitung berichtet: Mittelstandsvereinigung der SPD Sachsen fordert Nachbesserungen bei den Soforthilfen+++

Kleinunternehmer wollen sich neu aufstellen – und brauchen dafür unsere Hilfe. (Jörg Vieweg, Vorsitzender der AGS-Sachsen)

Eine Umfrage unter allen unternehmerisch tätigen Mitglieder der SPD-Sachsen hat ergeben, das trotz zahlreicher Hilfen wie Sofortzuschüsse, Liquiditätshilfen, Kredite, vereinfachte Regelungen zum Kurzarbeitergeld und der erleichterte Zugang zur Grundsicherung nur etwa die Hälfte (53%) der betroffenen Unternehmen Hilfen erhalten haben. 47% der befragten Unternehmen hingegen haben bisher keine Hilfen erhalten, weil Bedingungen für sie nicht zutrafen oder diese Unterstützung trotz Beantragung nicht ausgezahlt wurde.

Dieser hohe Wert ist alarmierend und zeigt das die bisherigen Hilfen aus Sicht der Betroffenen noch nicht gut genug sind! Es ist daher dringend notwendig angesichts der Krise, deren Dimension wir uns alle noch nicht wirklich vorstellen können, dass sich Politik und Verwaltung weiterhin Gedanken darüber macht, wie kleinen und mittleren Unternehmen und Soloselbstständigen noch zielgerichteter und schnell geholfen werden kann.

Die Umfrageergebnisse geben auch einen guten Einblick in das aktuelle Innenleben dieser mittelständigen Unternehmen. Es wird mit 70% Erlösrückgängen – und daraus folgend mit einem Rückgang geplanter Investitionen um 40% – gerechnet wird. Weiterhin werden ein erhöhter Preiskampf, Preisschwankungen, unfaire Wettbewerbspraktiken und eine Verschlechterung der Zahlungsmoral in Folge der Krise befürchtet.

Diese Unsicherheitsfaktoren sind das größte Gift für Wirtschaft und Gesellschaft. Was es jetzt braucht ist Sicherheit und Perspektive für Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um abzuschätzen zu können, ob und wie es nach der Krise weitergeht. Und ob es lohnt, die Belegschaft zusammenzuhalten.“

Deshalb appelliert die SPD-Mittelstandsvereinigung besonders an die Sächsische Staatsregierung und die Verwaltungen in den Kommunen, vereinbarte Zahlungsfristen nicht bis zum letzten Tag auszuschöpfen und Rechnungen, mit Verzicht auf den x-ten Prüfvorgang und die letzte Mitzeichnung, möglichst schnell zu bezahlen. Entscheidungen über Projekte, die „in der Pipeline“ sind, gerade jetzt zu treffen und diese nicht auf Grund der Krise auf später zu verschieben. Über Ausschreibungen sollte ebenfalls jetzt entschieden werden. Bindefristen sollten nicht verlängert und Zuschüsse, Fördermittel und Rückerstattungen sofort fließen.

Wichtig ist auch ein Gefühl dafür zu bekommen, ob sich durch Corona die Geschäftsmodelle der Zukunft ändern werden.“

Hier zeigte sich, dass sich die Geschäftsmodelle oder Produktangebote nach der Krise kaum von denen davor unterscheiden. Gleichzeitig gab es fast ein Dutzend Anregung für Umstrukturierungen innerhalb der Unternehmen.

Dies zeigt, dass gerade der sächsische Mittelstand trotz aller Schwierigkeiten mit Hochdruck daran arbeitet, sich mit seinen Unternehmen besser für die Zukunft aufzustellen.

Alle Ergebnisse der Umfrage finden sie in der Anlage oder unter folgendem Link.

Auswertung der Umfrage hier downloaden

Corona-Krise: Arbeitsgemeinschaft Selbstständige startet Umfrage

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Die Coronakrise hält Wirtschaft und Gesellschaft in Atem. Tausende Selbstständige in Sachsen bangen um ihre Existenz, hundertausende Arbeitsplätze sind in Gefahr.

Die Arbeitsgemeinschaft Selbstständige in der SPD-Sachsen will darum wissen, wie besonders Selbstständige oder Unternehmen die Folgen der Pandemie einschätzten.

Welche Hilfen der Staatsregierung am besten eingeschätzt werden oder ob es zusätzliche Hilfen braucht? Welche Auswirkungen auf die Beschäftigung von Mitarbeiter erwartet werden und ob Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen nach der Krise digitaler sein werden, als vorher?

Dafür wurde eine Online-Umfrage unter allen Mitgliedern der SPD-Sachsen mit freiberuflicher, unternehmerischer oder selbstständiger Tätigkeit gestartet. Die Umfrage beinhaltet acht Fragen, die Beantwortung nimmt nicht mehr als 5 Minuten in Anspruch und läuft bis zum 18. April.

ZUR UMFRAGE

Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt selbstverständlich anonymisiert. Zur Auswertung bietet die Arbeitsgemeinschaft am 30. April eine Online-Mitgliederversammlung an.

Hinweis zum Datenschutz
Dies ist eine anonyme Umfrage.
In den Umfrageantworten werden keine persönlichen Informationen über Dich gespeichert, es sei denn, in einer Frage wird explizit danach gefragt. Wenn Du für diese Umfrage einen Zugangsschlüssel benutzt hast, so kannst Du sicher sein, dass der Zugangsschlüssel nicht zusammen mit den Daten abgespeichert wurde. Er wird in einer getrennten Datenbank aufbewahrt und nur aktualisiert, um zu speichern, ob Du diese Umfrage abgeschlossen hast oder nicht. Es gibt keinen Weg, die Zugangsschlüssel mit den Umfrageergebnissen zusammenzuführen.

Corona-Krise: Mittelstandsvereinigung der SPD Sachsen fordert Nachbesserungen bei den Soforthilfen

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+++Die Leipziger Internetzeitung berichtet: Corona-Krise: Mittelstandsvereinigung der SPD Sachsen fordert Nachbesserungen bei den Soforthilfen+++

Nach einer bundesweiten Schnellumfrage durch die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD (AGS) haben über 80% der Teilnehmer unter Selbständigen und Kleinunternehmen angegeben, unmittelbar von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen zu sein.

Nur 8% können Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld beantragen.

Die Umfrage hat ergeben, dass Zweidrittel der Unternehmerinnen und Unternehmer maximal drei Monate durchhalten, 10% von Ihnen sogar nur 1 Monat.

„Dieses Ergebnis unterstreicht die absolute Dringlichkeit aller Maßnahmen.“

Große Probleme werden besonders Unternehmen mit über 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, da diese nur maximal 15.000 € Soforthilfe-Zuschuss bekommen können. Freiberuflerinnen und Freiberufler, die zu einem größeren Teil von Mieteinnahmen leben, werden nicht geschützt.

„Hier gilt es nachzubessern!“

Dementsprechend stechen bei den Antworten zu den dringlichsten Maßnahmen die Aussetzung von Steuervorauszahlungen sowie nicht-rückzahlbare Zuschüsse heraus. Knapp dahinter folgen Stundung der laufenden Steuerzahlungen.